Herbstabend

Der Wind weht ihr durchs Haar. Mit einem traurigem Blick sieht sie auf den Fluss, der langsam vor ihr dahin fließt. Die Gräser an ihren Füßen bewegen sich im Wind, genau wie die braunen Blätter, die vom Wind mitgetragen werden. Die goldene Sonne hüllt die ganze Umgebung in ein warmes Licht ein. Eine warme Träne fließt über ihr Gesicht und tropft schließlich auf ihr Kleid. Was ist nur geschehen? Was hat sie falsch gemacht? Nun sitzt sie da, alleine. Die Gedanken nur bei ihm. Sein fröhliches Lachen, seine aufmunternde Art. Er war immer für sie da, wenn sie ihn brauchte. Und nun ließ er sie alleine.
Eine weitere Träne bahnt ihren Weg über ihr Gesicht. Langsam steht sie auf, getragen vom Wind, und läuft zu einem Baum am Wasser. Mit einer Hand auf einem Ast steht sie da und blickt auf die Enten, die sich von der Strömung mittreiben lassen. So sorglos und fröhlich. Der goldenen Sonne entgegen, die langsam hinter dem Horizont im Fluss verschwindet.
Sie versucht den Boden unter ihren Füßen zu fühlen, doch sie fühlt nur Leere. Der Boden wurde ihr von ihm weggerissen. In dem Moment, wo er sie alleine ließ. Doch nicht nur den Boden hat sie verloren, er nahm auch ihr Lächeln mit.
Verzweifelt setzt sie sich wieder auf den Rasen, ihr Gesicht in Tränen versunken. Langsam verschwindet die Sonne und mit ihr das Licht des Tages. Genau, wie das Licht in ihrem Leben. Und sie weiß, dass sie den nächsten Tag nicht mehr erleben will.

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