Nur im Traum II

Ich fühle deine Finger,
streichend über meinem Körper.
Gefühle nicht geringer,
Stille aller Wörter.

Ich atme dich ein,
will dich nicht verlieren.
Denn nur jetzt bist du mein,
ich möchte nicht mehr frieren.

Dein Kuss schmeckt so gut,
dein Körper so nah.
Ich brauchte keinen Mut,
nachdem ich dich so sah.

Dein Körper wärmt meinen,
ich lass dich nicht gehen.
Die Sonne soll scheinen,
will dich ewig sehen.

Doch nun musst du gehen,
der Tag bricht herein.
So muss es geschehen,
die Erinnerung mein.

Wann seh ich dich wieder?
"Wart' auf die Nacht"-
es klingen die Lieder,
der Traum ist erwacht.


© Veronika Liehr

13.10.2008