Betrogen

Zerissen in mir,
die Tränen nie leer,
so sitz ich nun hier,
die Last ist so schwer.

Du zeigst mir die Liebe,
das Leben, das Glück.
Doch ich spür nur Triebe,
gestorben ein Stück.

In meinen Gedanken,
dort bist du schon fort.
Geöffnet die Schranken,
begangen den Mord.

Verloren an jene,
die mich seither quält.
Das, was ich ersehne
und mir seitdem fehlt.

Doch spür ich die Liebe,
die hier endlos währt.
Getäuscht sind die Hiebe,
Gedanken geleert?

Ich sehe euch vor mir,
ich spüre die Lust.
Sag mir, was gibt dir
bei mir so den Frust?

So bin ich betrogen,
durch mich ganz allein.
Ich hab mich belogen,
denn du bleibst doch mein.


© Veronika Liehr

10.03.2008