Nach vorne

So schnell vergeht die Zeit,
zu schnell für dich und mich?
Trauer- und Glückseligkeit
verloren ganz in sich.

Vorbei zieht nun die Welt,
so kalt und auch so warm.
Nichts, was mich hier hält,
nichts, in deinem Arm.

Die Nähe ist verloren,
du nahmst sie mit dir mit.
Mein Herz ist eingefroren,
meins, das auch sehr litt.

War es Liebe oder Krieg?
Was macht es jetzt noch aus?
Am Ende stand der Sieg,
für die Liebe nur das aus.

Die Welt zieht nun vorbei,
doch ich gucke nur zurück.
Zu schnell war ich doch frei,
von allem, Stück für Stück.

Der Blick nach vorne,
er fällt mir noch zu schwer.
In mir steckt die Dorne,
wächst tiefer, mehr und mehr.

Die Wunde in meinem Herz,
unheilbar durch dein Wort.
Vernichtet ist der Schmerz,
so bleibt er nun auch fort.

Zieh mich nicht zurück,
mein Leben geht voran.
Auch will ich, nur ein Stück,
zurück, so weit wie ich nur kann.


© Veronika Liehr

15.07.2007