Flucht

Einsam wandere ich,
im Schutze der Nacht.
Ein Wald, voller Nebel,
keiner, der über mich wacht.

Tränen auf dem Gesicht,
mit den Gedanken nicht da.
Ich kann nicht glauben,
was soeben geschah.

Der Nebel wird dichter,
ich weiß nicht mehr wohin.
Setze mich hin,
was hat noch einen Sinn?

Es wird kälter,
ich bin ganz alleine.
Versuche weiterzugehen,
doch versagen meine Beine.

In Gedanken bei ihr,
sehe ihr Gesicht.
Wird sie mir helfen?
Ich sehe kein Licht.

Verloren liege ich da,
nasser Boden unter mir.
Es tut so weh,
und das nur wegen dir.

Es vergeht die Zeit,
die Augen werden schwer.
Immer mehr,
fühle ich mich leer.

Der Gedanke von dir,
er verblasst gleich hier.
Sehe nur noch Licht,
weiß erscheint es vor mir.

Spüre ihre Hände,
Luft an mir vorbei.
Entfliehe dem Leben,
endlich bin ich frei.

© Veronika Liehr

18.06.2004