Schwarze Rose

Einsam laufe ich,
wunderschöne Nacht.
Unter mir ein Fluss,
was habe ich gemacht?

Stehe auf einer Brücke,
über mir die Sterne.
Sie glänzen,
weit in der Ferne.

Denke nach,
über das Leben.
Gibt es noch ein Ziel,
anzustreben?

Unter mir Wasser,
dahin fliessendes Glück.
Über mir Unendlichkeit,
kein zurück.

Ich entdecke eine Rose,
sie liegt auf dem Stein.
Schwarze Blütenblätter,
ihre Seele ist ganz rein.

Sehe etwas glänzen,
höre sie fliegen.
Spüre ihre Flügel,
versuche ihre Hand zu kriegen.

Sehe sie an,
sie nimmt mich mit.
Nur sie weiß,
wie sehr ich litt.

Mein Engel der Nacht,
wir fliegen hinauf.
In dein Land,
wo ich nicht mehr weglauf'.

In den Himmel,
Unendlichkeit vor mir.
Nur meine Gedanken,
die bleiben bei dir.

© Veronika Liehr

15.05.2004