Verloren

Ich stehe da und dachte es kann nicht wahr sein
in einem einzigen Augenblick war alles vorbei.
Meine Träume, Wünsche, alle zerstört.
Wer würde kommen und mich wecken?
Aufwecken aus diesem schrecklichen Albtraum?
Doch nichts passierte.
Noch immer stand ich da und starrte leer in der Gegend rum.
Niemand merkte meine Betroffenheit,
niemand merkte, was in dem Moment mit mir passierte.
Niemand wusste, was passiert war.
Aber ich merkte es.
Für mich brach eine Welt zusammen.
Keine Hoffnung auf Rettung,
keine Hoffnung auf Erlösung.
Das einzige, was mir blieb war die Sehnsucht.
Die Sehnsucht nach dem, was mir fehlt.
Wieder verlor ich es,
wieder verlor ich die Hoffnung auf Liebe.
Alles war mir weggenommen worden.
Ich war verloren.
Verloren, an einem Ort, den ich liebe,
verloren in meinem Leben.
Ob ich jemals wieder zurückfinden werde?
Das Gefühl, das alles okay sei?
Tränen stiegen mir in die Augen,
Tränen der Verzweiflung.
Tränen der Wut,
Tränen der Trauer.
Ja, ich war verloren,
verloren in meiner eigenen Welt.


© Veronika Liehr

06.09.2003